Der Weg zum Frieden

Lass’ dich nicht verwirren
von Bildern, die du siehst.
Lass’ dich nicht beirren
von Worten, die du liest.

Vertraue deiner Wahrheit.
Was fühlt sich stimmig an?
Bewahre deine Klarheit,
komm’ bei dir selber an.

Verkörperst du selbst Frieden,
was immer auch geschieht?
Ist Ruhe dir beschieden,
hörst du des Friedens Lied?

Du kannst die Welt nicht ändern,
doch Schatten birgt auch Licht.
Die Welt zeigt allen Ländern
im Spiegel ihr Gesicht.

In ihren Augen zeigen
sich Liebe und auch Leid.
Wie sollten uns verneigen,
für Frieden wird es Zeit.

Nicht erst nach vielen Jahren,
nein, im Jetzt und Hier
kannst du den Frieden wahren!
Der Weg beginnt bei dir.

© Birgit Kordelle, März 2022

Weihnachten 2021

Stiller ist es geworden
in dieser stillen Zeit.
Weihnachten allerorten,
doch Sehnsucht macht sich breit.
Sie liegt auf den leeren Straßen
und flackert im Kerzenschimmer.
So vieles, was wir vergaßen.
Nein, es ist nicht wie immer.

Kälter ist es geworden
in manchem angstvollen Herz.
Beziehungen verdorrten,
brachten Trennung und eisigen Schmerz.
Unsicherheiten liegen
auf unseren Schultern schwer.
Und wie wir uns auch verbiegen,
die Zeit treibt uns vor sich her.

Frostiger ist es geworden
in dieser Winterzeit.
Angst scheint über zu borden
und kalte Wut macht sich breit,
legt sich um unsere Seelen,
eisig erbarmungslos,
Zukunftsängste uns quälen,
Ratlosigkeit ist groß.

Trister ist es geworden,
in dieser heiligen Zeit
und so manchen Worten
fehlt die Warmherzigkeit.
Worte sind unsre Essenzen,
legen sich leis’ auf’s Gemüt.
Sie heilen oder begrenzen
das Neue, das in uns erblüht.

Lichter soll es nun werden!
Geht aufeinander zu!
Weihnachten ist es auf Erden
und meine Hoffnung bist Du!
Die Sterne leuchten noch immer
in stiller Winternacht.
Sie haben keinen Schimmer,
was die Menschheitsfamilie macht.

Die liegt in sanftem Schlummer
in tiefer, sternloser Nacht.
Doch nach all dem Kummer
wird es Zeit, dass sie endlich erwacht!
Drum öffnet jetzt eure Augen.
Hört, was der andere spricht.
Es ist an der Zeit zu glauben
an die Liebe und an das Licht.

Lasst euch niemals mehr trennen,
was auch immer geschieht!
Gebt euch nun zu erkennen
und singt gemeinsam ein Lied.
Das Lied von der neuen Erde,
schenkt Wahrheit, Freiheit und Licht.
Singt, dass es Frieden nun werde!
Und ich schenke dieses Gedicht.

© Birgit Kordelle, Dezember 2021

Ein Rätsel

Es gibt eine Sprache, die jeder kennt,
doch kaum jemand sie beim Namen nennt.

Es ist eine Sprache, die jeder versteht,
die kommt und bleibt und niemals vergeht.

Sie ist voller Mitgefühl und Frieden.
Niemand kann diese Sprache verbieten.

Es ist eine Sprache ohne Worte,
sie braucht nur liebevolle Orte.

Sie steht in den Augen der Menschen geschrieben,
vor allem bei denen, die glauben und lieben.

Es ist eine Sprache, die man nicht hört,
die in ihrer Stille niemanden stört.

Sie ist eine Sprache voll Energie,
in jedem Wesen findest du sie.

Es ist eine Sprache voll Sanftmut und Güte,
schon manche Seele durch sie erblühte.

Hast du gelernt diese Sprache zu sprechen,
wirst du nie mehr hassen und dich niemals rächen.

Durch sie kannst du all jene Dinge verstehen,
die im Namen dieser Sprache geschehen.

© Birgit Kordelle, Juni 2020

Na, hast du das Rätsel gelöst?

Veränderung

Nichts im Leben bleibt so, wie es ist.
Ich wünsche dir, dass du das niemals vergisst.
Kein Stein bleibt ewig auf dem andern …
Dinge verändern sich und sie wandern
durch Orte, Ereignisse und Gedanken.
Sie bringen selbst starre Systeme ins Wanken.

Hab keine Angst, wenn die Welten zerfallen.
Sie ordnen sich neu und zeigen uns allen:
Nichts ist von Dauer und nichts hat Bestand.
Öffne die Augen, gebrauch‘ den Verstand.
Fließ‘ mit den Zeiten, finde den Halt
in deiner inneren Seelengestalt.
Sie ist das einzige Wesen, das bleibt,
das Ängste und Zweifel in dir vertreibt.
Traue dich, in die Zukunft zu schauen,
geh in die Liebe und habe Vertrauen.

Glaub‘ an den Mut, denn Angst macht uns blind.
Wisse, dass WIR EINE Familie sind
aus Menschen und Tieren, dem Wasser, dem Wald.
Ich hoffe, die Menschen verstehen das bald.
Denn nichts bleibt bestehen und nichts hat Bestand.
Erwachtet ihr Menschen! Ihr habt‘s in der Hand.

© Birgit Kordelle, Juni 2020

Wie wäre es

Wie wäre es, zur Weihnachtszeit
mal öfter an sich selbst zu denken?
Wie wär‘s mit dieser Kleinigkeit,
sich selber mal mehr Zeit zu schenken?

Wie wäre es, Vergangenes
mal einfach los zu lassen?
Wie wäre es, stattdessen
mal die Zukunft an zu fassen?

Wie wäre es, anstatt zu streiten
sich in die Augen mal zu schau‘n
und echte Zuwendung bereiten
und nicht so schnell die Tür zu hau‘n?

Wie wäre es, das Herz zu weiten
für dich selbst und für die Welt?
Denn Liebe ist für alle Zeiten
das kostbarste Geschenk der Welt!

Wie wäre es, sich mal zu sagen
was man sich wünscht und was man denkt,
bevor man sich in diesen Tagen
ein Sinnlosweihnachtspäckchen schenkt?

Wie wäre es, dich mal zu fragen
wie geht es mir und meinem Kind,
an diesen frohen Weihnachtstagen,
wenn wir so eng zusammen sind?

Wie wäre es, mal zu verzichten
auf Weihnachtsgans und Weihnachtsbaum?
Anstatt ein Stück Natur vernichten –
Wie wäre es, mit diesem Traum:

Wie wäre es, sich zu verbinden
mit ALLEN Menschen hier auf Erden?
Erst wenn sich ALLE Herzen finden
kann wirklich Weihnachtsfrieden werden!

© Birgit Kordelle, Dezember 2019

Hören und Sehen

Hörst du wie fröhlich die Vögel singen,
oder hast du ‘nen Knopf im Ohr?
Hörst du wie rauschende Bäume klingen?
Kennst du den Hummel- und Bienenchor?

Siehst du, wie sanft sich die Gräser wiegen,
werden gestreichelt von Sonne und Wind.
Siehst du am Himmel die Wolken fliegen?
Kannst du noch staunen wie ein Kind?

Höre und schaue, was um dich geschieht,
lass dich nicht täuschen und lenken.
Schreibe dein eigenes Lebenslied
und lerne selber zu denken.

Um mit den Augen von Kindern zu sehen,
sei im Moment und lasse dich ein.
Hören und Sehen soll‘n dir niemals vergehen.
Drum hör‘ niemals auf, ein Kind zu sein.

(c) Birgit Kordelle, Juni 2019

Ich liebe die Sonne

Ich liebe die Sonne, den Regen, den Wind.
Ich liebe die Menschen, so wie sie sind.

Ich liebe alles, so wie es ist.
Das ist ganz leicht, wenn du weißt, wer du bist.

Du bist die Liebe, du bist das Licht.
Schau‘ in den Spiegel und sieh‘ dein Gesicht.

In deinen Augen steht es geschrieben:
Du bist auf der Welt um dein Leben zu lieben.

(c) Birgit Kordelle, März 2019

Augen

Die Augen sind wie Seelentüren,
sie zeigen ehrlich, was wir spüren.
Sie spiegeln ständig das Befinden.
Drum sind sie vorne und nicht hinten.

Hör zu, wenn jemand etwas fragt
und schau, was er mit Blicken sagt.
Doch nur den Augen zu vertrauen
wär‘ wie ein Haus aus Sand zu bauen,

denn der ganze Körper spricht.
Er ist so was wie ein Gedicht
aus Worten und aus Poesie.
Drum traue deinen Augen nie.

© Birgit Kordelle, September 2018

Dein Beet

Die Augen sind wie zugeklebt,
du fühlst dich schwer und unbelebt.
Du hast geträumt von tausend Dingen,
die du noch musst in Ordnung bringen.
Und diese Dinge nimmst du mit
in deinen Tag und bist nicht fit.

Der Himmel grau, der Kaffee alle,
die Hose linksrum – böse Falle,
die Ampel rot, der Reifen platt
und du hast es richtig satt,
den and‘ren Menschen zuzuhören,
weil sie nur jammern oder stören.

Du merkst nicht, dass der ganze Mist
auf DEINEM Beet gewachsen ist.
Du erntest das, was du gesät.
Doch es ist niemals zu spät,
dein Beet in Ruhe anzuschauen
und gute Samen anzubauen.

© Birgit Kordelle, Juni 2018