Glaub nicht alles

Sag‘, was denkst du über Dich?
Wie oft lässt du dich im Stich?
Denkst du oft: Das kann ich nicht?
Hörst du die Stimme, die da spricht?

Denkst du liebevolle Dinge
oder ziehst du eine Schlinge
aus Gedankenseilen fest,
die dir keine Ruhe lässt?

Glaub‘ nicht alles, was du denkst.
Wenn du allem Glauben schenkst,
was im Gedankenbuche steht,
siehst du die Wahrheit oft verdreht.

Drum prüfe dein Gedankengut,
schau in die Tiefe, habe Mut.
Und siehst du alles rein und klar,
dann frag‘ dich: Ist das wirklich wahr?

Denn unsere Gedanken sind
oft verrückt und manchmal blind.
Wirbeln wild durch deinen Geist,
ein Problem wird lang umkreist.

Bis du eine Lösung findest,
du dich in Gedanken windest.
Glaub nicht alles den Gedanken
denn sie setzen dir oft Schranken.

Im Hinterfragen übe dich,
Gedanken sind oft trügerisch.
Höre auch auf deinen Bauch –
denn der Geselle redet auch.

© Birgit Kordelle, Juli 2020

Ein Rätsel

Es gibt eine Sprache, die jeder kennt,
doch kaum jemand sie beim Namen nennt.

Es ist eine Sprache, die jeder versteht,
die kommt und bleibt und niemals vergeht.

Sie ist voller Mitgefühl und Frieden.
Niemand kann diese Sprache verbieten.

Es ist eine Sprache ohne Worte,
sie braucht nur liebevolle Orte.

Sie steht in den Augen der Menschen geschrieben,
vor allem bei denen, die glauben und lieben.

Es ist eine Sprache, die man nicht hört,
die in ihrer Stille niemanden stört.

Sie ist eine Sprache voll Energie,
in jedem Wesen findest du sie.

Es ist eine Sprache voll Sanftmut und Güte,
schon manche Seele durch sie erblühte.

Hast du gelernt diese Sprache zu sprechen,
wirst du nie mehr hassen und dich niemals rächen.

Durch sie kannst du all jene Dinge verstehen,
die im Namen dieser Sprache geschehen.

© Birgit Kordelle, Juni 2020

Na, hast du das Rätsel gelöst?

Veränderung

Nichts im Leben bleibt so, wie es ist.
Ich wünsche dir, dass du das niemals vergisst.
Kein Stein bleibt ewig auf dem andern …
Dinge verändern sich und sie wandern
durch Orte, Ereignisse und Gedanken.
Sie bringen selbst starre Systeme ins Wanken.

Hab keine Angst, wenn die Welten zerfallen.
Sie ordnen sich neu und zeigen uns allen:
Nichts ist von Dauer und nichts hat Bestand.
Öffne die Augen, gebrauch‘ den Verstand.
Fließ‘ mit den Zeiten, finde den Halt
in deiner inneren Seelengestalt.
Sie ist das einzige Wesen, das bleibt,
das Ängste und Zweifel in dir vertreibt.
Traue dich, in die Zukunft zu schauen,
geh in die Liebe und habe Vertrauen.

Glaub‘ an den Mut, denn Angst macht uns blind.
Wisse, dass WIR EINE Familie sind
aus Menschen und Tieren, dem Wasser, dem Wald.
Ich hoffe, die Menschen verstehen das bald.
Denn nichts bleibt bestehen und nichts hat Bestand.
Erwachtet ihr Menschen! Ihr habt‘s in der Hand.

© Birgit Kordelle, Juni 2020

Dankbar

Ich bin dankbar für all die Wunder auf Erden,
die ich von Tag zu Tag deutlicher sehe.
Ich übe mich sehr im achtsamer werden,
auch wenn ich nur einen Bruchteil verstehe

von dem, was geschieht auf unserer Welt.
Ich hab‘ da so viele offene Fragen,
die dreh‘n sich um Ängste, um Macht und um Geld.
Wenn Recht und Freiheit droh‘n zu versagen.

Ich bin dankbar für meinen kleinen Mut,
auch Missstand zu sehen und anzusprechen.
Jedoch tu ich das ohne Hass und Wut,
denn ich halte nichts vom Kämpfen und Rächen.

Ich bin dankbar dafür, dass ich friedlich sein kann,
auch dann, wenn andere sich streiten.
Ich weiß, dass nie Einer nur recht haben kann.
Ich bin dankbar für friedliche Zeiten.

Ich bin dankbar für meinen klaren Verstand,
die Dinge aus mehreren Winkeln zu sehen.
Ich bin dankbar für den Stift in meiner Hand,
der mich lehrt, beim Schreiben die Welt zu verstehen.

Ich bin dankbar für alle, die mit mir erwachen,
die selbständig denken und hoffnungsvoll sind,
die ehrlichen Herzens reden und lachen,
die liebevoll sind und im Herzen ein Kind.

Denn alles, wofür wir dankbar sind
wird Spuren auf unserem Weg hinterlassen.
Das Gute, es mehrt sich und wächst ganz geschwind,
wenn wir viel mehr lieben und weniger hassen.

© Birgit Kordelle, Mai 2020

Bleib frei

Bleib frei in deinem Denken,
lass dich nicht verbiegen
und von außen lenken.
Lass das Gute siegen.

Die Wahrheit wohnt ganz tief
in unseren Gedanken –
und wer bis heute schlief
sieht jetzt vielleicht die Schranken

aus Lügen, Gier, Profit und Macht,
verpackt in schönen Worten.
Es wird Zeit, dass ihr erwacht
hier und an allen Orten.

Macht öfter mal den Fernseher aus
und schaltet ein das Hirn.
Geht oft in die Natur hinaus
und lasst euch nicht verwirr‘n

von Bildern, Zahlen, Fakten,
die Angst und Schrecken nähren.
Schaut lieber, wie die nackten
Tatsachen sich mehren.

Bleibt bei euch und findet Mut
die Wahrheit anzuschauen,
ganz ohne Hass und ohne Wut.
Denkt frei und habt Vertrauen,

Vertrauen in Demokratie,
Vertrauen in die Menschlichkeit.
Verliere deine Hoffnung nie –
Hier und jetzt ist deine Zeit.

© Birgit Kordelle, April 2020

Was ist dein Thema Nummer eins?

Was ist dein Thema Nummer eins?
Weißt du es, oder hast du keins?
Sind es Krankheit und Beschwerden,
oder Frieden hier auf Erden?

Woran denkst du früh am Morgen?
Sind es Kummer oder Sorgen?
Oder bist du voller Freude
auf das, was dich erwartet heute?

Wie fühlst du dich in diesen Tagen?
Wirst du von Stress und Angst getragen?
Oder kannst du Liebe spüren
und lässt dich dankbar von ihr führen?

Worüber sprichst du früh und spät?
Hör‘ dir zu, worum sich‘s dreht,
denn deine Worte spiegeln immer
den Raum in deinem Seelenzimmer.

Worauf richtest du dein Handeln?
Welches Thema willst du wandeln?
Wie siehst du Veränderung?
Fühlst du dich im Herzen jung?

Was hast du dir angewöhnt?
Mit wem bist du noch nicht versöhnt?
Oder kannst du gut vergeben
und friedlich mit dir selber leben?

Worauf legst du selber Wert?
Hast du vor deinem Haus gekehrt?
Jetzt ist die Zeit, sich zu vertrauen
und neue Welten aufzubauen.

Was wir an erste Stelle rücken,
das wird uns später auch beglücken.
Das Leben wird uns immer schenken
worauf wir die Gedanken lenken.

Was ist dein Thema Nummer eins?
Was du auch auswählst – es ist DEINS!
Du bist der Chef in deinem Haus
Nun, welches Thema wählst du aus?

(c) Birgit Kordelle, März 2020

Die kleine Träne

Als Gott durch seine Wolke sah,
war ich dem Himmel schon ganz nah.
Es fehlten nur noch ein paar Stunden,
dann hat die Stille mich gefunden.

Die kleine Träne, die ich weinte
bei meinem Abschied. Sie vereinte
all die Liebe und den Schmerz.
Sie wohnten tief in meinem Herz.

Ich konnt‘ nicht bleiben hier auf Erden,
aus meinen Tränen Sterne werden.
Die Zeit spielt keine Rolle mehr
im sternenklaren Tränenmeer.

Die kleine Träne – ein Kristall
fliegt hoch mit mir hinauf ins All.
Von dort aus sende ich mein Licht,
das sich im Regenbogen bricht.

Du kannst das Licht am Himmel sehen
und ein sanfter Wind wird wehen.
Ich werd‘ dir Tränentropfen senden,
denn meine Liebe wird nie enden.

© Birgit Kordelle, 28.02.2020

Urlaub zu Hause

Urlaub – und nichts vorhaben,
einfach an der Zeit laben,
alle Viere grade lassen,
nur mal mit sich selbst befassen.

Mal bewusst ganz langsam gehen,
rings um mich das Schöne sehen
und auch mal nach innen schauen,
wieder mehr mir selbst vertrauen.

Urlaub – ohne Vorgaben,
endlich wieder Zeit haben,
meine Seele baumeln lassen,
vielleicht mal einen Brief verfassen.

Den eignen Rhythmus wieder finden,
sich mit der Natur verbinden,
meinen tiefen Ursprung spüren
und mich in der Zeit verlieren.

Urlaub – in den Himmel schauen
und ein schönes Luftschloss bauen.
Urlaub nur mit mir allein,
einfach mal zu Hause sein.

© Birgit Kordelle, Februar 2020

Deine Laune

Schlechte Laune hilft dir nicht,
sie zieht dich in den Keller.
Sie gräbt sich ein in dein Gesicht
und du alterst schneller.

Schlechte Laune macht dein Leben
dunkel und verschwommen,
denn all das, was wir stets geben,
werden wir bekommen.

Die inn‘re Lampe kannst du stets
nach deiner Laune dimmen –
und wenn dich jemand fragt: Wie geht‘s?
kannst du das selbst bestimmen.

Die gute Laune lebt in dir,
beginne sie zu fühlen,
schließe deine Kellertür,
hör auf, im Müll zu wühlen.

Denn gute Laune öffnet dir
den Weg zur Fröhlichkeit.
Entscheide dich im Jetzt und Hier
für Spaß und Leichtigkeit.

© Birgit Kordelle, Februar 2020

Der kleine Regentropfen

Ich bin ein kleiner Regentropfen
und tanze auf der Straße,
will an dein Seelenfenster klopfen
und sitz‘ auf deiner Nase.

Ich wasche alle Seelen rein
und lass‘ sie nicht verdrießen,
spül‘ Liebe in dein Herz hinein.
Spürst du das sanfte Fließen?

Ich bin ein kleiner Regentropfen
und tropf‘ vom Himmel runter,
auf dass die Seelen nicht verstopfen
und bleiben frisch und munter.

© Birgit Kordelle, Februar 2020