Dein Beet

Die Augen sind wie zugeklebt,
du fühlst dich schwer und unbelebt.
Du hast geträumt von tausend Dingen,
die du noch musst in Ordnung bringen.
Und diese Dinge nimmst du mit
in deinen Tag und bist nicht fit.

Der Himmel grau, der Kaffee alle,
die Hose linksrum – böse Falle,
die Ampel rot, der Reifen platt
und du hast es richtig satt,
den and‘ren Menschen zuzuhören,
weil sie nur jammern oder stören.

Du merkst nicht, dass der ganze Mist
auf DEINEM Beet gewachsen ist.
Du erntest das, was du gesät.
Doch es ist niemals zu spät,
dein Beet in Ruhe anzuschauen
und gute Samen anzubauen.

© Birgit Kordelle, Juni 2018

Leichtigkeit

Nimm dich nicht so wichtig,
nimm dich nicht so ernst.
Das Leben ist ein Spiel,
in dem du täglich lernst.

Nimm das Leben leicht,
sei heiter und beschwingt,
lach das Leben an,
weil vieles so gelingt.

© Birgit Kordelle, Juni 2018

Das Hindernis

Wenn dir was im Wege steht,
beginne nicht zu maulen.
Nur der Fleißige versteht,
es maulen nur die Faulen.

Der Fleißige beginnt zu tun,
was es gibt zu tuen.
Der Faule jedoch rührt sich nicht,
bleibt fest in seinen Schuhen.

Wie dem auch sei, wie du auch bist,
erspare dir die Dramen.
Du erntest stets auf deinem Mist
die Früchte deiner Samen.

© Birgit Kordelle, Juni 2018

Wünsche für den Tag

Ich wünsch‘ dir einen guten Morgen
ohne Kummer, ohne Sorgen.
Ich wünsche dir zur Mittagszeit
frohen Sinn und Heiterkeit.
Die Welt sei auch am Nachmittage
ohne Streit und ohne Klage.
Und auch dein Feierabend sei
ganz unbeschwert und sorgenfrei.
Ich wünsche dir, dass in der Nacht
ein Engel deinen Schlaf bewacht.
Ich wünsch‘ dir Glück für jeden Tag
und sage dir, dass ich dich mag.

© Birgit Kordelle, Juni 2018

Rückenwind

Schenkt dir das Leben Rückenwind
werde fröhlich und beschwingt,
genieße die geschenkte Kraft,
die vieles kann und alles schafft.

Hör‘ wie die Seele in dir singt,
werde heiter und beschwingt.
Und auch gute Worte sind
’ne and‘re Art von Rückenwind.

© Birgit Kordelle, Juni 2018

Gegenwind

Gegenwind

Stößt du einmal auf Gegenwind,
werde weder hart noch blind.

Hör‘ auf, den Gegenwind zu hassen,
versuche, ihn hindurch zu lassen –

durch deine Seele und Gedanken.
Dann kommst du weniger ins Wanken.

Mit Hass und Kraft und Widerstand
läufst du gegen eine Wand.

Vielleicht kommst du auch so ans Ziel,
doch verlierst du dabei viel

von deiner Kraft und Zuversicht.
Glaube mir, das willst du nicht.

Bleib gelassen und hör zu,
der ganze Widerstand bist du …

Und auch harte Worte sind
’ne andre Art von Gegenwind.

© Birgit Kordelle, Mai 2018

Die Gedankenmaschine

Die Gedankenmaschine sie rattert und tönt.
Du wirst mit Gedanken zugedröhnt.
Sie kreisen um Dinge und Situationen,
um Jetzt und vergangene Lebensstationen.
Die Gedankenmaschine macht nie eine Pause,
sie arbeitet im Job und auch zu Hause.

Von morgens bis tief in die Abendstunden
will die Maschine ihr Urteil bekunden.
Sie will uns erzählen, wer wir sind –
und manchmal glaube ich ehrlich, sie spinnt.
Selbst nachts in den Träumen steht sie nicht still.
Da treibt sie’s noch bunter und macht, was sie will.

Sie ist schwerer zu lenken als Autos und Züge,
präsentiert uns stets Wahrheit und gleichzeitig Lüge.
Sei achtsam und hör‘ den Gedanken mal zu.
Dein stilles Bewusstsein bringt sie zur Ruh‘.
Ein Moment nur, doch die Erkenntnis bleibt:
Du SELBST bist es, der die Maschine antreibt.

© Birgit Kordelle, April 2018

Der Seelenmensch

Der Seelenmensch hört auf sein Herz,
versucht es zu verstehen.
Er kennt die Freude und den Schmerz,
kann mit dem Herzen sehen.

Der Seelenmensch bewertet nicht,
er kämpft nicht und versteht:
Wir alle steh’n im gleichen Licht
und alles kommt und geht.

Der Seelenmensch genießt die Zeit
auf diesem Erdenrund.
Er weiß, die kleinste Kleinigkeit
hat immer einen Grund.

Und dieser Grund liegt stets bei dir,
ganz tief in deiner Seele.
D’rum wünsche ich dir jetzt und hier,
dass sie dich selten quäle.

© Birgit Kordelle, April 2018

Der Gruß

schauen, lächeln, grüßen –
kann dir den Tag versüßen.

Egal, ob dieser Mensch dich kennt –
nimm ihn wahr und sei präsent.

Und mit der Zeit und etwas Glück –
kommt dieser Gruß zu dir zurück.

© Birgit Kordelle, April 2018

Selbsterkenntnis

Ich habe eine stille Art, die Dinge zu betrachten,
gehöre zu den Leiseren, den Sanften und Bedachten.

Ich liebe alles, was ich tu und tue, was ich liebe,
und nehme alles dankend an, ob Lob, ob Seitenhiebe.

Ich sehe alles als Geschenk, versuch daraus zu lernen.
Ich bleib dabei am Boden und greif dennoch zu den Sternen.

Ich sage ja zu dem, was ist, bejahe so mein Leben,
denn wir bekommen das zurück, was wir den andren geben.

Und du, wie ist es deine Art, mit Dingen umzugehen?
Erzähl es mir, ich möchte gern auch deine Sicht verstehen.

© Birgit Kordelle, April 2018