Lass es zu

Lass es zu

Lass dir nicht die Zeit stehlen
und dich nicht vom Neid quälen.
Höre auf, dich zu vergleichen
mit den Schönen und den Reichen.

Lass dich nicht von andren leiten,
erkenn‘ dein eig’nes ICH beizeiten.
Hör‘ statt dessen auf dein Herz.
Das erspart dir manchen Schmerz.

Schau der Wahrheit ins Gesicht,
auch wenn „deine Welt“ zerbricht.
Schiebe nie die Schuld von dir.
Die Lösung liegt im Jetzt und hier.

Lass es zu, dass and’re reden
über dich und über jeden.
Sei mit der Welt und dir im Reinen,
lass Gedanken sich vereinen.

Lass das Gute in dein Leben,
hör auf nach Reichtum nur zu streben.
Nur innerer Reichtum bringt dir Ruh.
Lass dich drauf ein und lass es zu.

© Birgit Kordelle Juli 2016

Die Seele altert nicht

Die Seele altert nicht.
Du brauchst sie nicht zu schminken,
denn sie hat kein Gesicht
und braucht auch nichts zu trinken.

Die Seele spricht zu dir,
drum spitze deine Ohren.
Sie ist schon lange hier
seit dem du bist geboren.

Die Seele möchte Ruhe,
sie möchte dir erzählen,
kann laufen ohne Schuh
und lässt sich nicht gern quälen.

Die Seele möchte baumeln
ganz ohne Stress und Last
und kommt sie mal ins Taumeln,
dann gönn‘ ihr eine Rast.

Die Seele liebt ihr Haus
dort fühlt sie sich geborgen.
Sie schaut zum Fenster raus
und macht sich keine Sorgen.

© Birgit Kordelle März 2016

Sehnsucht

Und ich trag deine Seele
durch das Meer meiner Tränen –
bis hinauf in den Himmel,
nach dem wir uns so sehnen.

Und ich hör‘ deine Stimme,
sie strömt in mein Herz-
legt sich sanft in mein Ohr
spricht von Sehnsucht und Schmerz.

Und ich seh‘ deine Augen
voll Wärme und Licht,
fühl‘ das zarte Verlangen
weiß, dass es nie zerbricht.

Und ich ruf‘ deinen Namen
in die Stille der Nacht.
Das Band zwischen uns
ist mächtig und sacht.

Und ich spür‘ deine Liebe
durch den Fluss der Gedanken-
bis er anschwillt zum Strom
und zerbricht alle Schranken.

Sehnsucht ist Wehmut
und Wehmut tut weh.
Steh‘ zu deinen Gefühlen
steh auf und geh !!!!!!

© Birgit Kordelle August 2010

Vergebung

Sei achtsam und liebevoll mit deinem Ich
und das Fenster zur Seele, es öffnet sich.
Es zeigt dir den Weg in ein friedliches Leben
und hilft, dir selbst deine Schuld zu vergeben.

Geh‘ sanft mit dir um und entwickle Humor,
lach über dich und schenk‘ dir ein Ohr.
Hör auf die Stimme, die leis‘ in dir singt
und dir Gedanken und Einsichten bringt.

Nimm alles an und urteile nicht.
Beobachte dich und verschaffe dir Sicht
auf deine Gedanken. Schau sie dir an.
Sie zeigen dir, wie dein Geist heilen kann.

Vertrau deiner Kraft, die unsichtbar ist,
dich leitet und führt und dich nie vergisst.
Lade sie ein, dein Freund zu sein,
lass Liebe statt Angst in dein Herz hinein.

Angst macht dich blind und verschließt alle Türen.
Solltest du Zorn und Ungeduld spüren
nimm beide an und lass sie dann gehen.
Erst dann kannst du dich in neuem Licht sehen.

Es leuchtet in dir und wird dich lenken,
ein inneres, liebendes Wesen dir schenken,
das jedem mit Weisheit und Liebe begegnet.
Sei mit allem eins und mit Frieden gesegnet.

© Birgit Kordelle April 2016

Überfluss

Zu viele Bücher, die du nicht liest,
zu viele Freunde, die du kaum siehst.

Zu viele Sachen in deinem Schrank,
zu viele Schulden bei deiner Bank.

Zu viele Sorten im Joghurtregal,
zu viele Marken, es ist ein Qual.

Zu viele Kilos auf deiner Waage
zu vieles Essen verschlimmert die Lage.

Zu viele Autos auf unseren Straßen,
zu viele Menschen dreschen nur Phrasen.

Zu viele Infos auf allen Kanälen,
zu viel Belanglosigkeiten uns quälen.

Zu viele Dinge, die wir nicht verstehen.
Zu viele Bilder, die wir nicht mehr sehen.

Zu viele Worte, die du nie sagst,
zu viele Pläne, die du vertagst.

Zu viele Wege, die du nicht gehst,
zu viele Sprachen, die du nicht verstehst.

Zu viele Schranken in deinem Denken,
zu viele Urteile, die dich lenken.

Zu viele Ängste in deinen Gedanken
zu viele Pläne kommen ins Schwanken.

Zu viele Lügen in deinem Leben
zu viel Enttäuschung, zu wenig Vergeben.

Zu viel Erwartung und zu wenig Mut,
zu viel Lärm und so viel Wut.

Zu viel vergessen und zu viel verlegt,
zu viel Papier dein Schreibtisch trägt.

Zu viel Müll und Ballast auf deiner Seele,
zu viele Fragen, was dir noch fehle.

Zu viel von allem, doch zu wenig Zeit
das alles zu tragen, drum mach dich bereit.

Lass alles los, besinn‘ dich erneut.
Schau, was du liebst und was dich erfreut.

Sei achtsam mit dir und ganzen Welt,
ändere alles, was dir nicht gefällt.

Schau, was ist wesentlich in deinem Leben:
die Liebe, das Lachen und das Vergeben.

Schenk‘ jedem Mensch, den du liebst einen Kuss.
und dann genieß‘ diesen Überfluss.

© Birgit Kordelle März 2016

Feiere das Leben

Feiere das Leben, solange es währt.
Befrei‘ deine Seele, sei unbeschwert.

Trenn‘ dich von allem, was dir nicht entspricht.
Wer sich von DIR trennt, der liebte dich nicht.
Bleibe gelassen, denn alles wird gut.
Du brauchst zum Leben nur Liebe und Mut.

Schau in den Himmel und atme dich frei.
Auch die dunkelste Wolke zieht mal vorbei.
Wirf‘ deine Zweifel gleich über Bord.
In großen Schwärmen ziehen sie fort.

Lass‘ alles raus, was dich bedrückt.
Drücke dich aus, sei mal verrückt.
Hör auf die Seele, die leis‘ in dir singt.
Versuch‘ zu verstehen, wie sie heute klingt.

Leg‘ deine Sorgen am Abend beiseite.
Schreibe sie auf und sie suchen das Weite.
Glaub‘ an das Gute, das tief in dir wohnt
und daran, dass jeder Gedanke sich lohnt.

Feiere das Leben und liebe das Licht.
Leb‘ leicht und verlier‘ nie dein wahres Gesicht!

(c)Februar 2016 Birgit Kordelle

In der Schule des Lebens

In der Schule des Lebens ist kein Schritt vergebens.
Wenn die Zeit auch verrinnt, bleib im Herzen ein Kind.
Stell Dir immer die Frage: Ist das, was ich sage
auch das, was ich denke? Und das was ich tu?
Passt das auch dazu?

In der Schule des Lebens ist kein Wort vergebens.
Sprich aus, was Dich quält, such nach dem was Dir fehlt.
Vergiss nicht zu fragen an allen Tagen,
wie es den Menschen mit Dir geht.
Es ist nie zu spät!

In der Schule des Lebens ist kein Tag vergebens.
Fang heut‘ an zu leben und auch zu vergeben.
Gib die Hoffnung nie auf und freu‘ Dich darauf
jeden Schritt neu zu wagen,
die Wahrheit zu sagen.

(c)Dezember 2013 Birgit Kordelle

Ich glaube

Ich glaube an die Menschlichkeit,
an Liebe und Vertrauen,
und daran, dass wir jeden Tag
auf uns und andre schauen.

Ich glaube an die Kraft der Liebe,
die alle Ketten sprengt,
die Stärke gibt und mutig macht
und unser Schicksal lenkt.

Ich glaube an Verständigung,
Verstehen ohne Worte.
Ich glaub an Hoffnung durch Musik,
an Feen und Zauberorte.

Ich glaub an Zukunft, Zeit und Raum,
an Spaß und Kinderlachen.
Und daran, dass die kleinen Menschen
was Großes daraus machen.

Ich glaube an das große Glück
und an den Sinn des Lebens,
an Ziele und den Weg dahin,
denn kein Schritt ist vergebens.

Ich glaub an Zufall und Natur,
an Klugheit und Genie,
an Träume, Neugier, Offenheit
und an die Fantasie.

Ich glaub an Wunder, glaub an dich
und glaube ans Vergeben.
Es macht die tiefen Wunden kleiner
in unsrem einzig Leben.

Ich glaube, dass die ganze Welt
sich noch zum Guten wenden kann
versuch daran zu glauben, denn
so fangen Wunder an . . .

(c)Dezember 2013 Birgit Kordelle

Gerüchte

Gerüchte können schnell entsteh’n.
Sie wachsen und gedeihen schön.
Sie werden wohlgenährt und rund,
tut jemand etwas Neues kund.
Da wird geflüstert und getuschelt,
ob Maier mit der Lehmann kuschelt.

Da wird gemutmaßt und geraunt,
dass der Betroff’ne manchmal staunt,
wie blühend Fantasie doch ist.
Es wird geglaubt der größte Mist.
Hauptsache, es ist interessant.
So wird man ganz schnell stadtbekannt.

Die Leute wollen es nicht sehen,
wenn sich zwei Menschen gut verstehen.
Sie wollen nur das seh’n, was sie denken,
tun sich dafür den Hals verrenken.
Und was sie nicht zu sehen kriegen,
wird „Wahrheit“, dass die Fetzen fliegen.

Da blüht sie auf die Fantasie
Und jeder sagt, er lüge nie!
Ein jeder macht etwas dazu.
Der schönste Klatsch entsteht im Nu.
Nur der Betroffne merkt zuletzt,
dass man sich längst das Maul zerfetzt.

Das bisschen Wahrheit, dass enthalten.
Das könnt’ man auch für sich behalten.
Doch wer will schon die Wahrheit hören?
Man möchte sich doch gern empören!
Drum zieht man alles durch den Dreck,
denn da hört sicher keiner weg!

Schon ist der größte Tratsch entfacht.
Wohl dem, der nur darüber lacht,
weil er die Wahrheit kennt allein.
Jedoch, die interessiert kein Schwein!!!

(c)Januar 2007 Birgit Kordelle

Kannst du noch staunen wie ein Kind

Wer nimmt sich schon für Träume Zeit –
der Tag ist doch verplant
und das was unerklärlich scheint
das regelt der Verstand.
Selbst alles, was an Wunder grenzt
beeindruckt uns nicht mehr.
Dabei liegt hinter jedem Grau
ein buntes Farbenmeer.
Kannst du noch staunen wie ein Kind?
Hast du noch seine Fantasie?
Spürst du noch Sonnenschein und Wind?
Hörst du die Poesie?

Lass deinen Traum ins Herz hinein –
und Türen öffnen sich!
Ein Haus aus lauter Zärtlichkeit
das gibt es auch für dich!
Nimm dir nur öfter etwas Zeit
und gönn’dir etwas Ruh‘.
Das Wunder steht schon längst bereit,
nur ist die Tür noch zu.
Leb‘ nicht allein fürs liebe Geld,
für Wohlstand nur allein.
Lass‘ die Wunder dieser Welt
in DEINE Welt hinein.

(c)Januar 2001 Birgit Kordelle