Sternenfunkelwelt

Die Sterne schau‘n vom Himmelszelt.
Sie funkeln still in jedem Herz,
spiegeln uns‘re Weihnachtswelt,
die helle Freude und den Schmerz.

Die Welt scheint nicht gesund zu sein,
sie schließt sich ein und bleibt zu Haus.
Sie glaubt, ein Virus ganz allein
mache der Menschheit den Garaus.

Menschen schleichen durch die Straßen.
Masken schlucken Emotionen.
Kann es sein, dass wir vergaßen
wo all‘ unsre Liebsten wohnen?

Kann es sein, dass wir nur glauben,
was die Nachrichten uns sagen,
tun nur das, was sie erlauben
und wir stellen keine Fragen?

Feiern, lachen, tanzen, singen,
fröhlich spielen, glücklich sein,
alles das soll Unheil bringen
durch einen Virus winzig klein?

Die Menschen irren durch ihr Leben,
Gesundheit ist das eine Ziel.
Sie sind bereit, alles zu geben
in diesem echten Trauerspiel.

Willst du wirklich ängstlich leben,
isoliert und ganz allein,
oder mutig dich erheben,
selbstbestimmt und achtsam sein?

Wird Zeit, dass wir das Funkeln spüren,
in uns‘ren Herzen weltenweit.
Lasst es nicht zu, die Angst zu schüren.
Freu‘ dich auf die neue Zeit.

Schau hinauf zum Himmelszelt,
es ist für alle Menschen gleich.
Kann sein, dass deine Welt zerfällt,
so wie bisher, in arm und reich.

Ganz tief in dir wohnt eine Kraft
die sich ganz einfach Liebe nennt.
Durch sie hast du schon viel geschafft.
Sie hat sich nie von dir getrennt.

Die Liebe legt sich sanft und weich
wie eine Decke samtig zart,
die einem Sternenhimmel gleicht
über die Welt und sie bewahrt

den hellen Schein für alle Zeit
in unsren liebevollen Herzen.
Sieh in dein Herz. Bist du bereit?
Zünd‘ an die Funkelsternenkerzen.

Umarmt die ganze Welt und singt.
Lasst Weihnachten im Herzen sein!
Was die neue Zeit uns bringt
liegt in unsrer Hand allein.

© Birgit Kordelle, Dezember 2020

Gewohnheit

Ich will mich nicht gewöhnen
an Menschen ohne Gesicht.
Ich will mich nicht dran gewöhnen,
dass ein Mensch ohne Mimik spricht.

Ich will mich nicht gewöhnen
an Regeln ohne Sinn.
Ich hatte mich daran gewöhnt,
dass ich frei und selbstbestimmt bin.

Ich will mich nicht dran gewöhnen,
dass nur eine Meinung zählt.
Ich will mich nicht gewöhnen,
an eine verrückte Welt.

Ich will mich nicht gewöhnen
an Abstand und Zensur.
Ich will mich nicht gewöhnen
an Gesundheitsdiktatur.

Wir dürfen uns nicht gewöhnen,
Menschen zu denunzieren
und mit den Lügnern und Heuchlern
im Gleichschritt zu marschieren.

Ich werde mich nicht gewöhnen
an Freiheitsbeschränkung und Angst.
Die Wahrheit wird dich verhöhnen,
auch wenn du jetzt Schweigen verlangst.

Wir müssen uns wieder gewöhnen
an Alter, Krankheit und Sterben,
uns mit dem Leben versöhnen
und diese Gewohnheit vererben.

Birgit Kordelle, November 2020

Die Brücke

Wenn du nach einer Brücke schaust,
dann wirst du eine finden.
Wenn du statt Mauern Brücken baust,
dann wird sich viel verbinden.

Wenn Brückenbauer sich verbinden
geh‘n sie auf neuen Wegen
und tiefe Schluchten, sie verschwinden.
Dann wird sich viel bewegen.

Wenn du auf einer Brücke stehst,
siehst du die Welt von oben.
Wenn du ans andre Ufer gehst,
hat sich dein Blick verschoben.

In unsern Köpfen werden dann
die letzten Mauern fallen.
Wenn jeder Brücken bauen kann,
gehört die Welt uns allen.

Drum last uns viele Brücken bauen
und Trennung überwinden,
gemeinsam in die Zukunft schauen
und endlich Frieden finden.

© Birgit Kordelle, August 2020

Veränderung

Nichts im Leben bleibt so, wie es ist.
Ich wünsche dir, dass du das niemals vergisst.
Kein Stein bleibt ewig auf dem andern …
Dinge verändern sich und sie wandern
durch Orte, Ereignisse und Gedanken.
Sie bringen selbst starre Systeme ins Wanken.

Hab keine Angst, wenn die Welten zerfallen.
Sie ordnen sich neu und zeigen uns allen:
Nichts ist von Dauer und nichts hat Bestand.
Öffne die Augen, gebrauch‘ den Verstand.
Fließ‘ mit den Zeiten, finde den Halt
in deiner inneren Seelengestalt.
Sie ist das einzige Wesen, das bleibt,
das Ängste und Zweifel in dir vertreibt.
Traue dich, in die Zukunft zu schauen,
geh in die Liebe und habe Vertrauen.

Glaub‘ an den Mut, denn Angst macht uns blind.
Wisse, dass WIR EINE Familie sind
aus Menschen und Tieren, dem Wasser, dem Wald.
Ich hoffe, die Menschen verstehen das bald.
Denn nichts bleibt bestehen und nichts hat Bestand.
Erwachtet ihr Menschen! Ihr habt‘s in der Hand.

© Birgit Kordelle, Juni 2020

Dankbar

Ich bin dankbar für all die Wunder auf Erden,
die ich von Tag zu Tag deutlicher sehe.
Ich übe mich sehr im achtsamer werden,
auch wenn ich nur einen Bruchteil verstehe

von dem, was geschieht auf unserer Welt.
Ich hab‘ da so viele offene Fragen,
die dreh‘n sich um Ängste, um Macht und um Geld.
Wenn Recht und Freiheit droh‘n zu versagen.

Ich bin dankbar für meinen kleinen Mut,
auch Missstand zu sehen und anzusprechen.
Jedoch tu ich das ohne Hass und Wut,
denn ich halte nichts vom Kämpfen und Rächen.

Ich bin dankbar dafür, dass ich friedlich sein kann,
auch dann, wenn andere sich streiten.
Ich weiß, dass nie Einer nur recht haben kann.
Ich bin dankbar für friedliche Zeiten.

Ich bin dankbar für meinen klaren Verstand,
die Dinge aus mehreren Winkeln zu sehen.
Ich bin dankbar für den Stift in meiner Hand,
der mich lehrt, beim Schreiben die Welt zu verstehen.

Ich bin dankbar für alle, die mit mir erwachen,
die selbständig denken und hoffnungsvoll sind,
die ehrlichen Herzens reden und lachen,
die liebevoll sind und im Herzen ein Kind.

Denn alles, wofür wir dankbar sind
wird Spuren auf unserem Weg hinterlassen.
Das Gute, es mehrt sich und wächst ganz geschwind,
wenn wir viel mehr lieben und weniger hassen.

© Birgit Kordelle, Mai 2020

Die richtige Frage

Lerne, die richtigen Fragen zu stellen.
Lerne, humorvoll und freundlich zu sein.
Lerne, dein eigenes Licht zu erhellen,
lerne ein glücklicher Mensch zu sein.

Lerne, dass Wirkungen Ursachen sind,
die du dir selbst geschaffen hast.
Lerne mit Freude wie damals als Kind;
sieh‘ das Lernen niemals als Last.

Lerne Lücken zu akzeptieren,
denn du muss nicht alles wissen.
Dinge, die wir nicht kapieren
werden wir auch nicht vermissen.

Lern‘ deine Aufmerksamkeit zu richten
auf das, was gerade wichtig ist.
Lern‘ deine eigene Welt zu errichten.
Was dir wichtig ist, du nie vergisst!

Lern‘, nicht nur Informationen zu horten.
Lerne, sie wieder gehen zu lassen.
Zu jeder Zeit und an allen Orten
lerne zu lieben und lasse das Hassen.

Lern‘ wenn du glaubst am Abgrund zu stehen
zu den Sternen auf zu schauen,
und wieder ein Stück zurück zu gehen
anstatt dir ein Drama aufzubauen.

Lerne, dein Leben fließen zu lassen.
Lerne: Dein „Ich“ ist nur Illusion.
Lerne, dich mit dir selbst zu befassen –
und schau‘ nicht so oft auf dein Telefon.

© Birgit Kordelle, Januar 2020

Wie wäre es

Wie wäre es, zur Weihnachtszeit
mal öfter an sich selbst zu denken?
Wie wär‘s mit dieser Kleinigkeit,
sich selber mal mehr Zeit zu schenken?

Wie wäre es, Vergangenes
mal einfach los zu lassen?
Wie wäre es, stattdessen
mal die Zukunft an zu fassen?

Wie wäre es, anstatt zu streiten
sich in die Augen mal zu schau‘n
und echte Zuwendung bereiten
und nicht so schnell die Tür zu hau‘n?

Wie wäre es, das Herz zu weiten
für dich selbst und für die Welt?
Denn Liebe ist für alle Zeiten
das kostbarste Geschenk der Welt!

Wie wäre es, sich mal zu sagen
was man sich wünscht und was man denkt,
bevor man sich in diesen Tagen
ein Sinnlosweihnachtspäckchen schenkt?

Wie wäre es, dich mal zu fragen
wie geht es mir und meinem Kind,
an diesen frohen Weihnachtstagen,
wenn wir so eng zusammen sind?

Wie wäre es, mal zu verzichten
auf Weihnachtsgans und Weihnachtsbaum?
Anstatt ein Stück Natur vernichten –
Wie wäre es, mit diesem Traum:

Wie wäre es, sich zu verbinden
mit ALLEN Menschen hier auf Erden?
Erst wenn sich ALLE Herzen finden
kann wirklich Weihnachtsfrieden werden!

© Birgit Kordelle, Dezember 2019

Herbstgeflüster

Herbstgeflüster, Raschellaub.
Diese Stille macht nicht taub.
Sie streichelt leise deine Ohren
und du wirst wie neu geboren
in eine Welt der Langsamkeit.
Hör gut hin, denn es wird Zeit,
dass du in deinem Innern weißt,
dass diese Stille LIEBE heißt.

Die Liebe streichelt uns‘re Seelen
und sie möchte dir erzählen,
dass die Natur dein Lehrer ist.
Sie möchte, dass du nie vergisst:
Liebe, Frieden, Glücklichsein
stell‘n sich nur in Ruhe ein.
Hör auf die Stille der Natur
und folg‘ der Herbstgeflüsterspur.

© Birgit Kordelle, November 2019

Gute Entscheidung

Komm, entscheide dich für Frieden
mit dir selbst und mit der Welt.
Leichtigkeit sei dir beschieden,
Gesundheit, Mut, Geduld und Geld.

Denn es ist ALLES schon vorhanden
in deinem Leben jetzt und hier.
Erinnerungen, die verschwanden
leben dennoch tief in dir.

Du kannst dich täglich neu entscheiden
wie du dein Leben leben willst.
Du kannst es lieben oder fighten –
entscheide dich für deine Skills.

Beginn‘ dem Leben jetzt zu danken.
Fühl‘ dich nicht ewig tief verletzt –
und es öffnen sich die Schranken.
Sei offen für die Fülle, jetzt.

© Birgit Kordelle, März 2019

Teezeit

Du kochst dir einen heißen Tee …
doch du trinkst ihn kalt.
Heut‘ springst du über‘n grünen Klee –
und morgen bist du alt.

Wie hast du die Zeit dazwischen
ausgefüllt und wie verbracht?
Wie viel Spaß ist dir entwichen?
Wie oft am Tag hast du gelacht?

Was hat dir die Zeit gemopst,
auf der Suche nach dem Glück?
Bist du wie wild umher gehopst?
Hast du erhascht ein großes Stück

von der süßen Lebenstorte?
Was sind deine Lieblingsworte?
Arbeit, Reichtum, Auto, Geld?
Oder Glück und Frieden für die Welt?

Kochst du dir wieder einen Tee,
dann trink ihn heiß, versäum‘ es nicht.
Spring JETZT über‘n grünen Klee –
denn die Zeit, sie wartet nicht.

© Birgit Kordelle, März 2019