Zeitgedanken

Die Zeit ist ein flüchtiges Wesen,
sie lässt sich nicht greifen, nicht halten.
Und alles, was gestern gewesen –
Worte und Klänge verhallten,

verschwanden in Raum und Zeit.
Nur Dinge scheinen zu bleiben.
Doch die Zeit währt in Ewigkeit,
lässt sich weder bewahr’n noch vertreiben.

Die Zeit, sie vergeht und sie wartet nicht,
kennt weder Stress noch Uhren.
Sie gräbt sich ein in dein Gesicht
und zeichnet Lebensspuren.

Trag’s mit Humor und Leichtigkeit,
lass dich von Liebe tragen
und verschwende keine Zeit,
die Zeiten zu beklagen.

Schau’ wie von selber die Stunden,
Tage und Monde vergehen,
die Zeiger ganz emsig die Uhr umrunden
und sich wie wir im Kreise drehen.

Wo ist der Anfang, wo das Ende?
Weißt du, wie viel Zeit dir noch verbleibt?
Nimm dir die nötige Zeit und vollende
was die Zeit in das Buch deines Lebens schreibt.

© Birgit Kordelle, Februar 2026

Stille

Ich liebe die Stille, die da ist im Raum.
Sie liegt zwischen Worten, steigt auf wie ein Traum.

Sie legt sich ganz leise auf unsere Seelen,
die leiden, wenn Stille und Langsamkeit fehlen.

Halt inne und lausch‘ auf die Stille in dir.
Sie ist stets präsent im jetzt und Hier.

Genieße die Pausen, um Atem zu holen.
Sitzt du auch manchmal auf glühenden Kohlen.

Die Ruhe, die Stille, die Liebe, das Licht-
sie geben dem Leben ein sanftes Gesicht.

© Birgit Kordelle, September 2018