Werden & Bleiben – Ein Wunsch an die Menschheit

Werde täglich jünger, stärker.
Bleib gelassen, auch bei Ärger.
Spür‘ worin die Sorge gründet
und was dich mit ihr verbindet.

Werde weise, kämpfe nicht.
Hör‘ die Stimme, die da spricht:
Bleibe fröhlich, ganz und gar.
Sieh‘ die Welt ist wunderbar.

Bleib in Kraft und Leichtigkeit.
Nimm dir für die Liebe Zeit.
Bleib ein Mensch, der lebt und liebt,
der Fehler macht und sie vergibt.

Bleib im Glauben an ein Wunder.
Bevor es hoch geht, ging es runter.
Bleibe glücklich in Gedanken.
Bevor der Turm steht muss er wanken.

Bleibe ohne Widerstand.
Frage nicht nur den Verstand.
Schaue tief in dich hinein –
und das Leben lädt dich ein.

Bleibe stets im Jetzt und Hier.
Für alle Menschen wünsch‘ ich mir,
dass sie mögen achtsam werden
und bleiben werden hier auf Erden.

© Birgit Kordelle, Oktober 2017

Wahrheit

Glaub‘ nicht alles, was du siehst.
Glaub‘ nicht alles, was du liest.
Trau‘ den eig’nen Augen nicht.
Bevor du redest, frag: Wer spricht?

Woher nehm‘ ich die Gedanken?
Sind sie nützlich, oder Schranken?
Menschen, Meinungen und Viren
kann man längst manipulieren.
Doch es sei uns wohl erlaubt,
dass jeder seine Wahrheit glaubt.

Doch glaub‘ nicht alles, was du hörst.
Frage nach, auch wenn du störst.
Was ist wahr, was ist gelogen?
Jede Wahrheit ist verbogen,
denn jeder hat sein eig’nes Bild
und jeder trägt sein eig’nes Schild
mit der Aufschrift: Meine Wahrheit.
Sorgt sie auch nicht für mehr Klarheit.

Nur das Eine ist mir klar:
Diese Welt ist wunderbar!
Was du fühlst, das kannst du glauben
und du kannst es dir erlauben
deine Wirklichkeit zu spüren,
doch dich darin nicht verlieren.

Wenn du die Welt des andern kennst,
nicht nur nach einer Wahrheit rennst,
dann wirst du sehen: Die Welt ist gut,
weil Friede in uns allen ruht!

© Birgit Kordelle, August 2017

Heute

Heute will ich einmal ruh’n
und mir etwas Gutes tun.
Heute tanke ich mal auf,
halte inne und verschnauf.

Heute träum‘ ich vor mich hin,
nehm mich so, wie ich halt bin
mit allen Fehlern, Schwächen, Macken-
heut‘ sitzt mir nicht die Zeit im Nacken.

Heute lese ich ein Buch
und ich starte den Versuch
bei so ganz banalen Dingen
nicht gleich wieder aufzuspringen.

Heute denk‘ ich mal an mich
und ich decke mir den Tisch
mit Blumen, Tee und Kerzenschein.
Heut‘ lad‘ ich nur mich selber ein.

Heut‘ bin ich selbst mein eig’ner Gast
ganz ohne Eile, ohne Hast.
Heute nehm ich mir mal Zeit,
heut‘ ist die Gelegenheit.

Heute lasse ich das Grübeln
und ich lass mir nichts verübeln,
tue alles was ich mag
als gäb‘ es nur den einen Tag.

Und ich staune über mich,
denn ich fühl: Heut lebe ich!

© Birgit Kordelle, November 2001

Deine Meinung

Lass dir nicht den Blick verstellen,
deine eigne Meinung gilt.
Schaue stets nach vielen Quellen
mache dir dein eig’nes Bild.

Glaube nicht, was andre sagen.
Sieh dir das an, was sie tun.
Stelle immer deine Fragen
und lass deine Sorgen ruhn.

© Birgit Kordelle, März 2016

Wenn ich nicht mehr da bin

wer denkt noch an mich?
Weiß, wer ich war und erinnert sich?

War ich ihm wichtig, oder ganz gleich?
Fand er mich liebenswert, hart oder weich?

Was bleibt von uns übrig, wenn wir nicht mehr sind?
Gedanken und Bilder, vielleicht auch ein Kind?

Was ist der Sinn, wenn alles vergeht?
Gibt es ein Wesen, dass alles versteht?

So viele Fragen, die Antwort ist leicht.
Es gibt keinen Mensch, der dem anderen gleicht.

Jeder lässt Spuren zurück wenn er geht.
Der eine geht früh, der andere spät.

Wenn ich nicht mehr da bin dann wünsche ich mir:
Ein Stückchen vom Himmel lebt weiter in mir,

wo ich dann auch bin und in welcher Gestalt.
Doch zunächst werde ich richtig schön alt,

genieße mein Dasein auf diesem Planet,
liebe und lache so lange es geht,

söhne mich aus mit allen denen,
die ich hier nicht möchte erwähnen.

Lebe mein Leben und genieße die Zeit.
Was immer auch kommen mag, ich bin bereit.

(c)Birgit Kordelle Februar 2017

Kinder

Nicht die Arbeit, nicht das Geld-
Kinder sind das Glück der Welt.

Sie sind Hoffnung, sie sind Leben,
unbefangen, und sie geben
so viel Liebe und Vertrauen.
Du brauchst sie nur anzuschauen.

Nicht mit Reichtum, Geld und Sachen
kannst Du sie wirklich glücklich machen.

Sie brauchen Liebe, brauchen Zeit
und es ist keine Kleinigkeit
ihnen ehrlich zuzuhören
und sie beim Spielen nicht zu stören.

Nicht mit Druck und harter Tour,
Kinder brauchen Vorbild nur.

Nur mit Liebe und Geduld
sind wir später daran „Schuld“,
wenn die Kinder gut gedeihen
und uns’re Fehler uns verzeihen.

Nicht nur nach Verschwendung streben-
Kinder sind das Glück im Leben.

(c)Birgit Kordelle, Juli 2017

Wenn ich zaubern könnt‘

Wenn ich zaubern könnt‘
wär‘ die Welt ein Ort
ohne Krieg und Hass
ohne Streit und Mord.

Wenn ich zaubern könnt‘
gäb es keinen Neid.
Für die Liebe hätten
alle Menschen Zeit.

Wenn ich zaubern könnt‘
wär die Welt ein Garten,
Blumen überall und
Tiere aller Arten.

Wenn ich zaubern könnt‘
wär’n die Menschen gleich.
Die Vernunft regiert
weder arm noch reich.

Wenn ich zaubern könnt‘
würden alle sehen:
Diese Welt ist sanft,
gut und wunderschön.

(c)Birgit Kordelle, Juli 2017

Regen🤔

Der Regen geht mir aufs Gemüt,
auch wenn es draußen grünt und blüht.

Der Regen schlägt mir auf den Magen.
Den Ausflug müssen wir vertagen.

Der Regen matscht die Straßen nass.
Bei Regen macht mir gar nichts Spaß.

Der Regen fällt aus Wolkengrau,
stellt meinen Trübsinn gern zur Schau.

Wie du’s auch siehst, der Regen fällt …
Das Grau bringst du in deine Welt.

(c) Birgit Kordelle, Juli 2017

Regen😀

Der Regen streichelt mein Gemüt.
Ich seh‘ wie alles grünt und blüht.

Der Regen will an Regentagen
ein tropfenreiches „Hallo“ sagen.

Der Regen sprüht die Erde nass.
Er duscht die Seele, füllt das Fass.

Der Regen wäscht den Himmel rein
und Lust und Frohsinn stell’n sich ein.

(c) Birgit Kordelle, Juli 2017

Im Wald

Am Bächlein schreib‘ ich dies Gedicht.
Ich fühle Frieden, Leben, Licht.

Die Sonne schimmert durch die Bäume,
dahinter weite, helle Räume.

Die Strahlen tanzen auf dem Bach,
wie kleine Fische, hell und wach.

Das Wasser eilt und fließt beständig,
ich fühl mich ruhig und lebendig,

nimmt Blätter mit auf seine Reise
und zeigt auf wundersame Weise,

dass alles fortgeht und doch bleibt
so wie die Zeit, die man vertreibt.

So friedlich lebt der Wald in sich
und alles wächst und ändert sich.

Der Mensch, der interessiert ihn nicht.
Und dennoch schreib ich dies Gedicht,

denn ich fühl‘ Frieden, Licht und Leben.
Und diese möcht‘ ich weitergeben.

(c) Birgit Kordelle, Juli 2017